

Fakten und Fahrpläne? www.ding.eu

Ihr Ding: Making-of der DING-Kampagne.
Hier wird geblitzt: für die Werbekampagne – Fahrplanwechsel 2022/2023.
Haben Sie die Kampagne schon entdeckt?
Die ersten Änderungen durch den Fahrplanwechsel 2022/2023 im DING-Gebiet traten vergangenes Jahr ein.
Um die vielfältigen Verbesserungen zu kommunizieren, war eine aufwendige Werbekampagne nötig.
Der Fahrplanwechsel im DING-Gebiet ist komplex: Eine Vielzahl an Anpassungen und Projekten hat für Fahrgäste positive Veränderungen zur Folge, die sich jedoch von Ort zu Ort unterscheiden.
Die Aufgabe der Werbekampagne und -maßnahmen war es, die Vorteile, die sich für Fahrgäste abhängig vom Standort ergeben, regional zu vermitteln und zu erklären – ohne einen einheitlichen, zusammenhängenden Look zu vernachlässigen.
Das war keine einfache Aufgabe:
Insgesamt entstanden 31(!) individuelle Motive.

Die Änderungen des Fahrplanwechsels betreffen 14 Orte im DING-Gebiet, darunter auch Ulm und Neu-Ulm.
An jedem Ort sind die Auswirkungen wiederum vielfältig. Uns war klar: Wir brauchen eine Werbeagentur, die uns unter die Arme greift.
Hierfür haben wir uns an die ATTACKE Werbeagentur GmbH aus Ulm gewandt, die DING schon seit längerer Zeit als Fullservice-Agentur betreut.
Diese entwickelte ein Konzept, das den nötigen Anforderungen standhält und dabei auch noch gut aussieht:
Individuelle Headlines, die die regionalen Vorteile auf lustige, freche Art greifen, unterstrichen von Models, die auf einer Art Verkehrsnetz miteinander verbunden sind.
Außerdem entstand ein verbindendes Signet, das das Motto des Fahrplanwechsels aufgreift: Einfach. Schnell. Zusammen.
Ergänzend zur Headline steht die Subline: Sie erklärt die konkrete Veränderung am jeweiligen Standort.
Insgesamt entstanden so 31(!) individuelle Motive, die u. a. in Blaubeuren, Ehingen, Ulm, Neu-Ulm und weiteren Orten ausgespielt wurden.

Humorvoller Look inklusive Augenzwinkern.
Unterschiedliche Looks für jedes Model.

Diese Motive wurden für verschiedene Außenplakate adaptiert und in zwei Wellen ausgehängt.
Fotografiert wurde an insgesamt drei Tagen in Augsburg von Uve Sauer in dessen Studio – in Begleitung eines Teils des ATTACKE-Teams.
Auch hier wurde natürlich auf einen konsequenten Stil und einen humorvollen Look inklusive Augenzwinkern geachtet.
Wir sind begeistert und wünschen ganz viel Spaß beim Motive-Entdecken.

Ihr Ding: Nachhaltigkeit im Verkehr.
Energiekrise, Verkehrswende und Nachhaltigkeit: Wir beleuchten Aspekte und Blickwinkel dieser Themen in Bezug auf den ÖPNV.
„Manchmal reicht es auch, statt des eigenen Wagens, das Rad auszupacken oder in die Bahn, statt auf das Motorrad zu steigen.“
Grünes Licht für die Verkehrswende.
Energiekrise, Verkehrswende und Nachhaltigkeit: Diese Themen sorgen für Verunsicherung und Überforderung bei einem großen Teil der Menschen.
Wir beleuchten Aspekte und Blickwinkel dieser Themen in Bezug auf den ÖPNV.
Keine Sorge, Sie müssen sich nicht im Berliner Berufsverkehr auf eine kalte und nasse Straße kleben oder sogar einen elektrischen Neuwagen kaufen, um etwas für das Klima zu tun.
Manchmal reicht es auch, statt des eigenen Wagens, das Rad auszupacken oder in die Bahn, statt auf das Motorrad zu steigen.
Wie? Indem man einen Mobilitäts-Mix aus Rad, Kfz und ÖPNV nutzt.
Bis zu 60 % der Treibhausgasemissionen des Verkehrs sind nämlich auf Autos und 30 % auf den Straßengüterverkehr zurückzuführen.
Das Land Baden-Württemberg hat einen Fahrplan bis ins Jahr 2030 entworfen – bis zu diesem Jahr sollen die CO2-Emissionen um 55 % verringert werden. Das kann nur gelingen, wenn sich einiges verändert:
Der Anteil des öffentlichen Verkehrs muss sich verdoppeln, jedes zweite Auto klimaneutral fahren und jede zweite Tonne klimaneutral transportiert werden sowie jeder zweite Weg per pedes oder Rad absolviert werden. Außerdem muss der Kfz-Verkehr um ein Fünftel verringert werden.
Damit das gelingen kann, ist ein starker ÖPNV nötig.
Mobilitäts-Mix aus Rad, Kfz und ÖPNV.

Um eine Verdopplung der Nachfrage zu erzielen, wurden fünf Schwerpunkte der ÖPNV-Strategie ausgearbeitet.
1. Knackpunkt des attraktiven ÖPNVs ist ein dichteres Fahrplanangebot. Hier müssen neue Direktverbindungen installiert und Orte verlässlich angebunden werden.
2. Die Pünktlichkeit und Anschlusssicherung müssen verbessert werden. Auf den ÖPNV muss Verlass sein. Konzepte für den Störfall und Festlegung von Wartezeiten für die Anschlusssicherung müssen erarbeitet werden.
3. Ausschlaggebend für eine Entscheidung pro ÖPNV ist eine Verkürzung der Reisezeit im ÖPNV. Dafür muss der öffentliche Verkehr gegenüber dem Kfz-Verkehr bevorrechtigt sein. Eine Beschleunigung des Schienenverkehrs muss vollzogen werden.
4. Komplexe Tarifsysteme und Bezahloptionen müssen vereinfacht werden. Nach dem Motto: einsteigen und los! Hierfür müssen Tarifzonen, Tarife und Verbünde reduziert werden.
5. Die ÖPNV-Kultur soll einen positiven Wandel erleben. So sollen Mindeststandards für Kundendienste von Verkehrsunternehmen, Echtzeit-Informationssysteme und Mobilfunk-/Wlan-Versorgung umgesetzt werden.
Des Weiteren schafft das Land mehr sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie Qualitätsstandards, Radverkehrsmaßnahmen als kommunale Pflichtaufgabe und attraktive Förderprogramme zur Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen.
Auch der Ausbau der E-Mobilität steht ganz oben auf der Agenda: Im Jahr 2030 müssen ca. zwei Millionen Fahrzeuge mit Strom versorgt werden. Dazu braucht es mehr Ladepunkte.
Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Menschen klimafreundliches Verhalten leichter und zugänglicher zu machen. Wir finden: Das ist genau das richtige Signal.
Das effektivste Rezept gegen Staus? Weniger Autos. Je weniger Autos auf den Straßen sind, desto schwerer fällt es, im Stau zu stehen. Nur mal so als Denkimpuls …
Täglich nutzen in Deutschland mehr als 30 Millionen Menschen den ÖPNV. Das spart rund 20 Millionen Pkw-Fahrten – an einem einzigen Tag! Wenn man den gesamten öffentlichen Verkehr betrachtet, ist jeder Kilometer, der in der Bahn zurückgelegt wird, 15-mal weniger klimaschädlich als die gleiche Strecke mit dem Auto.
Eine Stunde. So lange wird ein Auto in Deutschland täglich durchschnittlich bewegt. Die restliche Zeit steht es still. Hier sind Carsharing, Fahrrad, E-Bike und E-Scooter deutlich flexibler. Nachhaltiger sind sie ohnehin. Auch deshalb sollten wir individuelle Mobilität neu denken.
1,2 Milliarden Fahrgäste haben 2019 insgesamt 10,7 Mrd. gefahrene Personenkilometer angesammelt. Und das allein im ÖPNV in Baden-Württemberg! Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass es in Zukunft noch viel mehr werden.
Mehr Info:
www.bwegt.de
www.vm.baden-wuerttemberg.de

Ihr Ding: Achtung Kontrolle.
Achtung Kontrolle: hinter den Kulissen. Unsere Infos über verdeckte Ermittler von verdeckten Ermittlern.
Die Möglichkeiten, an einen gültigen Fahrausweis zu kommen, sind inzwischen sehr vielfältig.
Alles auf (k)eine Karte gesetzt?
Die Beförderung erschleichen, das machen nicht nur faule Kollegen, sondern auch Schüler und Rentner.
Denn wir sprechen vom Fahren ohne Fahrkarte im ÖPNV – unsere Infos über verdeckte Ermittler haben wir von verdeckten Ermittlern …
Das Erschleichen einer Leistung, wie z. B. das Fahren ohne gültige Fahrkarte im ÖPNV, ist in Deutschland eine Straftat und kann dementsprechend geahndet werden.
Dennoch stoßen Verkehrsunternehmen und ihre Fahrkartenkontrolleure im Fall der Fälle gelegentlich auf unkooperative Fahrgäste.
„Das könnte alles sehr viel einfacher sein“, erzählt uns Andreas Ceder – Leiter Marketing und Kommunikation bei der SWU Verkehr.
Er unterstützt auch das Team, das für die Fahrkartenkontrolle in den Bussen und Bahnen der SWU Verkehr zuständig ist, und hat sich Zeit für ein Gespräch mit uns genommen.
„Wer ohne Fahrkarte in Bus und Bahn erwischt wird, dem droht nicht nur das erhöhte Beförderungsentgelt (EBE), sondern theoretisch auch eine Anzeige“, erzählt Ceder und führt aus: „Wir sind allerdings immer sehr um Kulanz bemüht und möchten Anzeigen weitestgehend verhindern. Im Gegenzug wünschen wir uns von unseren Fahrgästen mehr Verständnis und Kooperation.“

Wir erfahren, dass Verkehrsunternehmen wie die SWU Verkehr nicht nur unter dem wirtschaftlichen Schaden leiden, der ihnen durch das Fahren ohne Fahrkarte entsteht, sondern auch unter den Reaktionen einiger Fahrgäste.
Während die Fahrkartenkontrolleure sich mit allerlei Ausreden und Diskussionen (bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen) beschäftigen, erreichen Herrn Ceder wöchentlich mehrere Einsprüche und Fragen.
Viele davon von besorgten Eltern, deren Kinder ihre Schülermonatskarte zu Hause vergessen haben. Vorweg: Der Nachwuchs muss sich keine Sorgen um die spätere Karriere machen.
Denn wer eine gültige, nicht übertragbare Fahrkarte besitzt, kann sie bei Vergessen in der SWU-Zentrale nachträglich vorzeigen – zu einer Anzeige kommt es in einem solchem Fall nie und das Führungszeugnis bleibt blank. Hierbei fällt lediglich eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 7 € an. Egal, ob Schüler, Berufstätiger oder Rentner.
Für alle anderen fällt das erhöhte Beförderungsentgelt (EBE) in Höhe von 60 € an.
Dieses ist bundesweit einheitlich und wird allgemein nur bei wirklich berechtigten Einsprüchen reduziert. Selbst die überzeugendsten Argumente und atemberaubendsten Geschichten werden hier nichts ändern.
„Wer jetzt einmal ohne Fahrschein angetroffen wurde, muss nicht immer gleich eine Anzeige befürchten“, klärt uns Ceder auf.
Das EBE kann im Service Center Neue Mitte gezahlt oder überwiesen werden. Die notwendigen Informationen findet jeder auf der Rückseite des EBE-Belegs.
Wer sich weigert, das EBE zu zahlen, riskiert hohe Mahngebühren. Und wer wiederholt als Empfänger eines EBEs auffällt, riskiert Anzeigen, die in Extremfällen sogar vor Gericht landen und Haftstrafen nach sich ziehen können.
„Fahrkartenkontrolleure bekommen keine Fangprämie.“
„Ich hatte kein Kleingeld“, zieht nicht mehr.

Übrigens haben Fahrkartenkontrolleure das Recht, Personen ohne Fahrkarte, die sich weigern sich auszuweisen, festzuhalten bis die Polizei eintrifft, um die Personalien aufnehmen zu dürfen.
Oftmals können Sie sich auch mit anderen Dokumenten/Utensilien zur Identifizierung behelfen, wenn Sie ihren Ausweis vergessen haben.
Mit einem sich hartnäckig haltenden Gerücht räumt Herr Ceder am Ende unseres Gesprächs lachend auf: „Unsere Fahrkartenkontrolleure bekommen keine Fangprämie. Je weniger Leute ohne Fahrkarte angetroffen werden, desto besser – auch für uns.“
Wo kann ich ggf. Einspruch gegen ein EBE erheben?
Schreiben Sie eine Mail oder einen Brief mit ausführlicher Begründung und Dokumentennachweis an das Verkehrsunternehmen, welches das EBE ausgestellt hat, also z. B. die SWU Verkehr, GO-Ahead, DB Regio etc. Die Kontaktdaten finden Sie auf der jeweiligen Homepage des zuständigen Verkehrsunternehmens.
Einsprüche werden keinesfalls mündlich, sondern nur schriftlich bearbeitet.

Im Gespräch: Das traffiti-Team.
Wir haben uns mal das traffiti an der Neuen Mitte im Herzen Ulms angesehen.
nicht kurz, sondern optimal angebunden.
Die nehmen es wirklich persönlich.
In Folge 3 unserer Serie „Jobs im ÖPNV“ haben wir uns dieses Mal das traffiti angesehen. Das traffiti an der Neuen Mitte im Herzen Ulms ist das KundenCenter der SWU Verkehr und die Anlaufstelle für alle Fragen rund um den ÖPNV in Ulm und Neu-Ulm.
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) spielt in der gesellschaftlichen Wahrnehmung eine immer größere Rolle. Das machte sich zuletzt vor allem im Andrang auf das bundesweite 9-Euro-Ticket bemerkbar.
Dieser zeigte, dass ÖPNV zu attraktiven Preisen bei der deutschen Bevölkerung eine adäquate Alternative zum Individualverkehr darstellen kann. Damit im ÖPNV alles glatt läuft, kümmern sich die Mitarbeiter des traffiti um Ihre Anliegen und Fragen.
Direkt neben dem Wahrzeichen Ulms, dem Münster, steht das SWU ServiceCenter.
In dem Gebäude an der Neuen Mitte kümmern sich SWU-Mitarbeiter um alle Belange der Kunden.
Im Erdgeschoss befindet sich das traffiti, das KundenCenter der SWU Verkehr. Dieses ist zuständig für alle Fragen, die den öffentlichen Nahverkehr in Ulm und Neu-Ulm betreffen.

Das kompetente Team hat mehrere Aufgabenbereiche.
Das traffiti, das KundenCenter der SWU Verkehr.

Einer davon ist die Beratung, Bestellung und der Verkauf aller Arten von DING-Jahreskarten.
Ebenso können Änderungen und Kündigungen vollzogen werden. Bis auf die Einzelfahrscheine können alle DING-Tickets im traffiti persönlich erworben und vor Ort umgetauscht oder erstattet werden. Natürlich entsprechend den DING-Tarifbestimmungen.
Auch der Verkauf von Semestertickets der angebundenen Hochschulen und Universitäten findet somit an der Neuen Mitte statt.
Zudem werden Baden-Württemberg-Tickets der Deutschen Bahn zum Verkauf angeboten.
Tipp: Den Ticketkauf nicht am Monatswechsel vollziehen – Tickets können schließlich bis zu drei Monate vor Gültigkeitsbeginn und an allen Werktagen erworben werden.

Für Veranstalter von Messen, Tagungen und Seminaren ist das Kongress-Ticket besonders interessant.
Aufgrund des erhöhten Organisationsaufwandes hilft das Team der traffiti persönlich bei der Bestellung.
Und wer bisher ohne Ticket in Bus und Bahn unterwegs war und dabei erwischt wurde, kann neben einem gültigen Ticket auch direkt das EBE (erhöhte Beförderungsentgelt) in Höhe von 60 € im KundenCenter bezahlen.

Außerdem liegen Informationen zum Tarifangebot Handyticket aus und Werbeartikel der SWU können erworben werben.

„Wir nehmen uns die Zeit, damit Sie schnell ans Ziel kommen.“
Im traffiti erhalten Sie Infos zu Tarifangeboten.

Neben dem Ticketverkauf ist die Fahrplanauskunft das zweite große Standbein der traffiti.
Die Mitarbeiter finden für Sie die beste Verbindung – ganz nach Ihren Kriterien – für das ganze DING-Gebiet, sogar über die Stadtgrenze hinaus.
Im traffiti erfahren Sie, durch wieviele Waben Ihre Fahrt führt, was sie kostet, wo Sie umsteigen müssen und wie Sie an Ihr Ziel kommen. Auch Pocketfahrpläne liegen zur Mitnahme aus.
Wir haben einen Vormittag in der traffiti verbracht, um uns ein eigenes Bild vom KundenCenter und den Tätigkeiten des Teams zu machen.
Der Neubau an der architektonisch wertvollen Neuen Mitte sticht sofort ins Auge. Die zentrale Lage im Herzen der Ulmer Innenstadt mit bester öffentlicher Anbindung sorgt für eine gute Erreichbarkeit.
Auffallend: Der Designanspruch zieht sich bis ins Innere des KundenCenters. Statt eines tristen Abfertigungsapparates betritt man ein offenes Foyer mit hellem Mobiliar.

Und das strahlen auch die Mitarbeiter aus, mit denen wir uns unterhalten haben. Ihnen ist es ein Anliegen, ihre Kunden bestmöglich zu beraten und bei Unklarheiten helfend zur Seite zu stehen.
„Es ist ja auch in unserem Interesse, dass die Fahrgäste eine angenehme Fahrt haben. Dann nutzen sie öfter den öffentlichen Personennahverkehr und lassen ihr Auto auch mal stehen. Das versuchen wir hier mit der Fahrplanauskunft möglich zu machen“, erzählt uns eine der Mitarbeiterinnen.
Dem Team ist auch bewusst, dass man alle potentiellen Fahrgäste „abholen“ muss, z.B. auch die älteren. „Die jungen Leute kommen selten zu uns. Meistens, wenn sie sich ein Semesterticket kaufen. Den Rest erledigen die selbst – mit ihrem Handy.
Aber die älteren sind schon sehr froh, wenn sie einen persönlichen Ansprechpartner haben, der sie zu Tickets berät oder ihnen eine Route raussucht“, erklärt ein anderer und führt aus: „Das ist für Kunden immer ein schönes Gefühl, ernstgenommen zu werden.“
Nach einem Besuch im traffiti finden wir, dass es sich lohnt, in zuvorkommenden, aufmerksamen Kundenservice zu investieren. Die Mitarbeiter des traffiti sind schließlich für Kunden das Gesicht der SWU und der Kontakt zum ÖPNV.
Ob Routen, Pocketfahrpläne, Fragen zu Tickets, Erstattungen und Stornierungen, in allen Angelegenheiten der Kunden konnte das kompetente Team des traffiti weiterhelfen. Denn bei der Verkehrswende gilt: Zusammen verpassen wir nicht den Anschluss.
Was braucht man, um Kundenberater zu werden?
Zusammen verpassen wir nicht den Anschluss.

Kundenberater ist kein Ausbildungsberuf und deshalb gibt es keine genormten Voraussetzungen.
Aber Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Hilfsbereitschaft, freundliches und sicheres Auftreten, Teamfähigkeit, gute Sprachkenntnisse sowie soziale Kompetenz sind trotzdem unabdingbar.
Egal, ob Quereinsteiger oder Spezialist für Verkehrsservice, im traffiti ist jeder willkommen.
Wichtig sind außerdem Werte wie Zuverlässigkeit und gute Umgangsformen.

Im Gespräch: Country Roads im Nachtbus.
Was die Passagiere von unserem Nachtbusangebot halten? Wir haben nachgefragt.
„Ich fahre gerne nachts. Für mich hat das etwas Meditatives.“
Country Roaaads take me home …
Der Grund meiner nächtlichen Ausfahrt ist simpel. Ich möchte herausfinden, was die Passagiere von unserem Nachtbusangebot halten. Deshalb führe ich heute eine kleine Meinungsforschung durch.
Um halb eins in einer kalten Freitagnacht stehe ich an der Haltestelle F des Ulmer ZOB. Die Straßenlaternen tauchen den Busbahnhof in helles Licht.
Ich reibe die frierenden Hände zusammen und hoffe, dass der Nachtbus rechtzeitig kommt, damit ich mich aufwärmen kann.
Die Frau, die mit mir an der Haltestelle wartet, kann anscheinend Gedanken lesen, denn sie erwidert: „Der Bus ist sicher gleich da. Der kommt eigentlich immer rechtzeitig.“
Ihre Vermutung bestätigt sich. Kurz nach unserem Wortwechsel biegt der Bus der 21er-Nachtlinie in Richtung Ehingen auf dem ZOB ein.
Nachdem der Bus sich geleert hat, fordert uns der Fahrer auf einzusteigen. Wir könnten uns schon einmal ins Warme setzen.

„Hab doch gesagt, dass der pünktlich kommt.“
Nachts sicher unterwegs.

Die Dame grinst mich an und sagt: „Hab doch gesagt, dass der pünktlich kommt. Ich fahr jeden Freitag nach unserem Stammtisch mit diesem Bus nachhause. Das passt perfekt von der Uhrzeit. Und außerdem kann ich dann auch ein, zwei Gläschen Wein trinken. Das wär mit dem Auto natürlich etwas schwierig…“
Inzwischen ist es 00:45 Uhr, und der Busfahrer startet den Motor. Nun geht es los. Oder doch nicht? Aus irgendeinem Grund bleiben wir stehen. Drei Personen rennen auf den Bus zu. Unser Fahrer hatte sie wohl schon früher als ich gesehen und beschlossen, auf sie zu warten.
Er öffnet ihnen die Tür und die drei jungen Männer bedanken sich, während sie nach Luft schnappen. Sie setzen sich auch in den Bus nach hinten.
Ich frage, ob sie einen guten Abend gehabt haben. „Sicher, mit Freunden in der Bar ist es immer lustig“, antwortet einer der jungen Männer.
„Umso mehr, wenn man lange darauf verzichtet hat“, pflichtet ihm sein Begleiter bei. Die drei verraten mir auch, dass sie in Ehingen wohnen und deshalb Stammfahrer auf dieser Linie sind.
„Durch die Nachtbusverbindung sind wir komplett unabhängig von unseren Eltern. Zumindest was die Mobilität angeht“, erklärt der letzte mit einem Augenzwinkern.

„Das mache ich aus Überzeugung. Es hilft der Umwelt, wenn ich mein Auto stehen lasse…“
Ein weiterer Fahrgast beobachtet uns während des Gesprächs interessiert.
Diese Chance lasse ich mir natürlich nicht entgehen und erkundige mich, wieso er sich dazu entschlossen hat, mit dem Nachtbus zu fahren.
„Das mache ich aus Überzeugung. Es hilft der Umwelt, wenn ich mein Auto stehen lasse, und ist für mich selbst ganz unkompliziert.
Der Bus kommt ja oft genug. So kann ich einfach meinen Beitrag für die Umwelt leisten “, erklärt er mir.
In Ehingen angekommen, verabschiede ich mich von den Befragten und begleite den Busfahrer in die Pause.
Wie ihm die Nachtfahrten gefallen, möchte ich bei der Gelegenheit von ihm wissen: „Ich fahre gerne nachts. Für mich hat das etwas Meditatives.“
Wieder am ZOB angekommen, wünsche ich dem Busfahrer ein schönes Wochenende und verlasse den Bus. Die Hände in den Jackentaschen, laufe ich im Licht der Straßenlaternen nachhause und puste Kondenswolken in die kalte Freitagnacht.

Fahren sie oder fahren sie nicht?
Mit dem Nachtbus auch zur späten Stunde mobil.

Bei Redaktionsschluss gab es wegen Corona noch keine Einschränkungen im DING-Fahrplan. Weil aber keiner weiß, was noch kommt:
Bitte informieren Sie sich über www.ding.eu oder in der DING App über ihren Nachtbus im DING.
Nachtbusse im Raum Ulm, Alb-Donau-Kreis, Landkreis Neu-Ulm:
Linie N1 Söflingen – Ermingen- Eggingen – Einsingen
Linie N2 Eselsberg – Wissenschaftsstadt
Linie N3 Uni Süd – Mähringen – Lehr – Jungingen
Linie N4 Willy-Brandt-Platz – Böfingen
Linie N5 Pfuhl – Burlafingen – Steinheim
Linie N7 Wiblingen – Unterweiler
Linie N8 Kuhberg – Grimmelfingen – Donautal – Gögglingen – Donaustetten
Pfiffibus 7 Finningen – Reutti – Holzschwang – Gerlenhofen | Wiley – Ludwigsfeld
Linie 21 Erbach – Ehingen
Linie 73 Senden – Illertissen – Altenstadt
Linie 74 Illerkirchberg – Staig – Hüttisheim Linie 30 Laichinger Alb
Linie 36 Blaustein – Herrlingen – Bermaringen – Markbronn
Linie 46 Beimerstetten – Westerstetten – Lonsee – Amstetten
Linie 59 Elchingen – Langenau – Niederstotzingen
Linie 78 Neu-Ulm – Pfaffenhofen – Weißenhorn
Linie 850 Neu-Ulm – Nersingen
Nachtbusse im Raum Biberach:
AST 1a Mittelberg – Rindenmoos – Rißegg
AST 2a Talfeld – Bergerhausen – Bachlangen – Mettenbg. – Birkendorf
AST 3a Mittelbiberach – Stafflangen
AST 4a Ummendorf ‒ Ringschnait
AST 5a Weißes Bild – Warthausen – Birkenhard
L. 318 Schemmerhofen – Ingerkingen

Im Gespräch: Wolfgang, Kraftfahrzeugmechatroniker.
In, an und unter dem Bus. Besuch in der Werkstatt der Firma Bayer-Reisen in Ehingen.
wenn die kiste mal wieder rappelt.
Die Werkstatt, die mit gutem Rad zur Seite steht.
Alle Fahrzeuge der Firma Bayer-Reisen, die für DING fahren, legen in einem Jahr zusammen ca. 3,6 Millionen Kilometer zurück. Das entspricht rund 9 sehr langen Fernreisen zum Mond.
Bei so viel zurückgelegter Strecke müssen die Fahrzeuge regelmäßig gewartet und repariert werden.
Wer Strecken in dieser Größenordnung zurücklegt, sollte den Luftdruck im Auge behalten – der Reifen, natürlich.
Aber auch der ganze Rest des Busses möchte gewartet und manchmal auch repariert werden.
Nicht jede Werkstatt kann das leisten: Da braucht man nämlich Spezialwerkzeug und -ausstattung. Mit einer herkömmlichen Grube oder Hebebühne kommt man da tatsächlich weder weit, tief noch hoch.

Schraube locker? Alltag in einer Werkstatt und ein schnell behobenes Problem.
Hier bleibt keiner radlos.

Deshalb schauen wir uns heute die Werkstatt der Firma Bayer-Reisen in Ehingen an, die sich auf die Reparatur der firmeneigenen Busse spezialisiert hat.
Dienstbeginn: 08:00 Uhr morgens. Nachdem wir uns Sicherheitsschuhe angezogen haben, dürfen wir die Werkstatt betreten.
Etwas radlos steht ein langer Linienbus über der noch längeren Grube. Das nächste, was uns ins Auge rollt, sind riesige Reifen. Die Reifen sind hier nicht nur für den Omnibus, sondern auch omnipräsent.
In einem Regal, das sich über eine ganze Seite der Werkstatt erstreckt, sind unzählige Reifen der Größe nach – ähnlich wie in einem Schuhgeschäft – sortiert.
Und das sind noch nicht einmal alle: Die größten stehen nebenan, gehen uns fast bis zur Hüfte und machen einen reifen Eindruck.

Das Team besteht aus sieben Mitarbeitern und die meisten von ihnen sind schon seit vielen Jahren dabei. Mit soviel Erfahrung weiß man, wonach man Ausschau halten muss und wo die wunden Punkte der Modelle liegen.
Beim heutigen Patienten werden zuerst die Bremsen unter die Lupe genommen. Denn die sind bei Linienbussen sehr wartungsintensiv. Und wer viele Fahrgäste befördert, möchte natürlich bremsen können. Aber die Untersuchung zeigt: Die Bremsen funktionieren einwandfrei.
Die Mechatroniker, die mitunter auch zusammen an einem Fahrzeug arbeiten, wissen allerdings, das Schwierigste kommt erst noch: Sie müssen auch an den neuen Euro VI Motor ran. Und da wird es dann buchstäblich eng. Eine Herausforderung – selbst für die Experten.
Dieser Linienbus kam schließlich auf einem Tieflader bei der Werkstatt an und ist fahrunfähig. Schnell muss er wieder auf die Straße, denn die zwei Ersatzfahrzeuge sind schon im Einsatz.
Wenigstens muss der Mechantroniker sich nicht durch den ganzen Motorblock probieren. Heutzutage startet man mit einer elektronischen Fehleranalyse und behebt die Schäden ganz gezielt.
Dennoch wird dieser Bus noch länger auf dem Operationstisch der Werkstatt, der Grube, verbringen müssen.

auch stadtbusse muss man überholen.
Hier ist man besonders stolz darauf, fast alle Aufgaben vor Ort beheben zu können.
Alle Mitarbeiter begeistern sich für diese Problemstellungen, die meisten sind schon seit ihrer Kindheit fasziniert von Technik.
Außerdem sind Fälle fahrunfähiger Linienbusse eher selten. Genauso wie Unfallfahrzeuge, was natürlich beruhigend ist.
Somit sind die häufigsten Reparaturen die, in denen Verschleißteile ausgetauscht werden müssen, oder die regelmäßig anfallenden Kundendienste.
Stolz sind sie alle insbesondere darauf, dass sie fast alle Aufgaben vor Ort beheben können – bis auf die Getriebe.

„Wenn alles wieder funktioniert, fühlt man sich großartig.“
Seit über 40 Jahren ist Wolfgang im Betrieb.

Der Ehrgeiz der Schrauber ist also ohnehin geweckt. Vor allem in so einem Fall. Denn wenn alles wieder funktioniert, fühlt man sich großartig, verraten sie mir.
Besonders wenn man etwas mehr tüfteln musste, um das Problem zu beheben. Und Vorlieben haben sie auch – Zylinderköpfe zum Beispiel.
Das erzählt uns Wolfgang, der sich auch die Zeit nimmt und uns ein paar Fragen beantwortet, während unser Fotograf seine Kollegen und ihren Arbeitsplatz fotografiert.
Wolfgang ist 61 Jahre alt, schon seit über 40 Jahren im Betrieb und Mechaniker, weil er „kein Pfarrer werden wollte“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln.
Humor hat für Wolfgang einen hohen Stellenwert, auch auf der Arbeit. Witze und Scherze sind also an der Tagesordnung.

Wie seine Kollegen ist auch Wolfgang seit dem Kindesalter technikaffin.
In seiner Freizeit bastelt er gerne an seinem „Gartenhaus“ oder repariert „Mähdrescher und Bulldogs.“
Und „weil man Strom nicht sieht“, bastelt er lieber an Oldtimern und den älteren als an neuen, hochtechnologisierten Modellen herum.
Von den „Wastegate Steuermotoren“ ist er zum Beispiel kein Fan, die gehen nämlich häufig kaputt. Da stimmen ihm seine Kollegen zu.
Und auch für „abgebrochene Gewinde und eingerostete Schrauben“ haben sie wenig übrig.
Was am öftesten kaputt geht, fragen wir Wolfgang. „Die Bremsen, die Flexrohre und gerne auch mal die Lichtmaschine“, antwortet er uns darauf.
Das Kurioseste, was er jemals repariert hat? Da fällt ihm sofort etwas ein: „Den Einlauffilter der Zisterne im oberen Betriebshof. Hat nichts mit einem Bus zu tun, aber das habe ich auch hingekriegt.“

Da die Euro VI Motoren, wie erwähnt, so eng verbaut werden, sind Reparaturen an ihnen aufwändig und langwierig.
Das führt manchmal zu Problemen, weil nur einige Ersatzfahrzeuge bereit stehen, erklärt Wolfgang. So wird fast jede Reparatur zu einer dringlichen Angelegenheit.
Ob die Reparaturen, die anfallen, sich abhängig von der Jahreszeit unterscheiden, wollen wir wissen, aber entgegen unserer Annahme, ist das nicht so.
Und auch einen angesprühten Bus hat zumindest Wolfgang persönlich, noch nicht in der Werkstatt gesehen.
Nach unserem Gespräch bedanken wir uns und gehen eine letzte Runde durch die Werkstatt, laufen an den Reifenstapeln und -regalen vorbei, betrachten die Fahrzeuge, die aufgebockt über der Grube stehen, und verabschieden uns.
Dann fällt mir auf einmal eine Äußerung von Wolfgang ein, die mir ein Schmunzeln auf die Lippen bringt – seine Antwort auf die Frage: Ob er die Arbeit aus der Buswerkstatt auch manchmal mit nachhause nimmt?
Nein, sagt er, er fährt schließlich immer Auto und „ein Bus ist ziemlich groß, der passt nicht in die Hosentasche.“

Wie wird man Kraftfahrzeugmechatroniker?
Die Ausbildung erfolgt im dualen System.

Die Ausbildung zum „Kraftfahrzeugmechatroniker“ dauert 3,5 Jahre und erfolgt im dualen System – in Betrieben und Berufsschulen.
KFZ-Mechatroniker diagnostizieren Fehler und Störungen, warten, prüfen und (de-)montieren Kraftfahrzeuge und kommunizieren mit internen und externen Kunden.
In der Ausbildung kann aus fünf Schwerpunkten gewählt werden: Personenkraftwagen-, Nutzfahrzeug-, Motorrad- oder Fahrzeugkommunikationstechnik.
KFZ-Mechatroniker haben einen großen Tätigkeitsbereich und gute Weiterbildungsmöglichkeiten – zum Beispiel ein fortführendes Studium der Fahrzeugentwicklung.
Ein Schulabschluss ist keine Mindestanforderung als KFZ-Mechatroniker. Technisches Verständis und Begeisterung für Kraftfahrzeuge sind erforderlich. Wichtig sind außerdem Werte wie Zuverlässigkeit und gute Umgangsformen.
Mehr Infos: ihk.de/ulm

Die DING.Kampagne „Helden erkennst Du schon an der Maske“ ist aufgefallen, hat aber nicht jedem gefallen… Rund 40 der 80 Citylightplakate mit bekannten Persönlichkeiten des Ulmer Stadtlebens – wie den Musikern Hellmut Hattler und Siyou oder Event-Profi Wolfgang Moser – wurden Anfang Dezember beschädigt.
Das Wort „Helden“ wurde mit „Schafe“ übersprüht. „Das verhöhnt alle Menschen, die an Corona leiden und auch jene, die andere und sich schützen wollen, so auch Ärzte und das Pflegepersonal!“, so DING-Geschäftsführer Thomas Mügge.
Was für uns positiv zurückbleibt: Werbung, die polarisiert, fällt auf. „Dass eine starke Reaktion auf die Kampagne erfolgte, zeigt uns, dass auch die positive Botschaft in den Köpfen vieler Menschen ankam“, so Markus Zimmermann, Marketingleiter von DING.